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Rückblick auf die Nationalversammlung

15. November 2009

Wenn ich heute auf den Verlauf der Nationalversammlung zurückblicke, muss ich gestehen, dass ich mir vom gesamten Geschehen und der Umsetzung unserer Ziele, wesentlich mehr erhofft hätte. Trotz allem, bin ich überaus stolz,dass ich ein Teil dieses historischen Ereignisses war und dort meine Meinung vertreten konnte.

Vorallem die dritte Sitzung der Nationalversammlung war von großer Bedeutung, da ich in dieser, meinen Antrag verlas, der wie folgt lautet: Jedes Mitglied kann sein Recht in Anspruch nehmen sowohl bei der Nationalversammlung zu tagen als auch bei einer Ständeversammlung in irgendeinem Teile Deutschlands als Abgeordneter anwesend zu sein.

Da ich mich während der gesamten Zeit als Abgeordneter der Nationalversammlung für die Durchsetzung einer Verfassung einsetzte, bin ich äußerst enttäuscht darüber, dass diese letztendlich scheiterte. Das erste Problem unserer Verfassung bestand darin, dass diese eine Erbmonarchie vorsah und wir somit den preußischen  König, Friedrich Wilhelm IV. als Kaiser wählten, der unser Angebot allerdings ablehnte.

Doch letztenendes war unsere Verfassung zum Scheitern verurteilt, da sie nicht gegen die Macht der Fürsten durchgesetzt werden konnte. Trotzallem ließ ich mich nicht entmutigen und wurde Mitglied der provisorischen Reichsregentschaft, im sogenannten Rumpfparlament. Mit diesem, riefen wir zur Steuerverweigerung und militärischem Widerstand gegen die Staaten auf.

Letztlich wurde aber auch unser Rumpfparlament am 18. Juni 1849 vom württembergischen Militär aufgelöst. Aufgrund all dieser Ereignisse muss ich nun einräumen, dass meine Ziele, die ich durch die Nationalversammlung verwirklichen wollte, gescheitert sind.

Abstimmung der 2. großen Debatte

28. Oktober 2009

Es ist kaum zu glauben, dass diese Versammlung doch noch ein Ende gefunden hat. Dabei handelte es sich doch nur um eine einfache Frage: eine Teilung Polens und somit die Aufnahme in den deutschen Bund, oder nicht. Mein nächster Kritikpunkt des heutigen Tages,  sind desweiteren die ewig langen Begründungen für die jeweilige Abstimmung. Es gab keinen Grund für derartige Rechtfertigungen. Ich kann nur hoffen, dass einige Abgeordnete sich in Zukunft mehr auf die Debatte konzentrieren und es nicht ständig  durch unbedeutende Kleinigkeiten zu weiteren Verzögerungen kommt.

Zu der Abstimmung bleibt mir nur folgendes zu sagen, zu meinem Bedauern wurde gegen die  Teilung Polens entschieden. Allerdings soll das deutsche Volk behilflich sein ein selbstständiges Polen aufzubauen. Ich bin sehr enttäuscht über diese Entscheidung, denn ich war der festen Ansicht, dass die guten Argumente meines geschätzten Kollegen Robert Blums, den Saal überzeugt hatten.

 

22. Mai 1848 Dritte Sitzung der Nationalversammlung

7. Oktober 2009

Heute, am 22. Mai im Jahre 1848 fand die dritte Sitzung der Nationalversammlung in der  Paulskirche statt.  Diese war für mich von besonders großer Bedeutung, da ich am heutigen Tage meinen Antrag stellte.  Ich hatte meinen Antrag in zwei Teile  geteilt, den formellen Teil, bei dem ich mir sicher war, dass jeder mit diesem einverstanden ist und in den überaus wichtigen, den inhaltlichen Teil. Mit diesem Antrag wollte ich demonstrieren, dass jedes Mitglied sein Recht in Anspruch nehmen kann sowohl bei der Nationalversammlung zu tagen als auch bei einer Ständeversammlung in irgendeinem Teile Deutschlands als Abgeordneter  anwesend zu sein.  Doch dies ist problematisch wenn zwei Versammlungen zur gleichen Zeit stattfinden, da ein Abgeordneter beider Versammlungen nicht in der Lage ist sich aufzuteilen.

Nachdem ich meinen Antrag verlesen hatte, begann die Versammlung allerdings wieder vom Thema abzuschweifen. Zunächst begann Herr Hentges mit dem Einwand, dass jeder zukünftige Antrag nur zehn Minuten verlesen werden dürfte.

Weitaus wichtiger war da die Anmerkung des Herrn Heckschers , welcher zur Frage stellte, ob mein Antrag sofort verhandelt oder zunächst an eine Abteilung zur Prüfung und an eine Kommission zur Berichterstattung weitergeleitet werden sollte. Ich fand diese Idee jedoch für zwecklos, da ich bei diesem Antrag nach der Geschäftsordnung gehandelt hatte und die Entscheidung über ein solch wichtiges Thema nicht aufschieben wollte, sondern noch heute darüber diskutieren und schließlich abstimmen wollte.

Insgesamt muss ich hinzufügen, dass ich auch mit dem Ergebnis der heutigen Sitzung sehr unzufrieden bin, da mein Antrag nun doch vorerst an eine Kommission gewiesen wird und es heute leider noch nicht zu einer wirklichen Diskussion über mein eigentliches Anliegen kam und darüber hinaus auch zu keiner Abstimmung.

Heute, am 22. Mai im Jahre 1848 fand die dritte Sitzung der Nationalversammlung in der  Paulskirche statt.  Diese war für mich von besonders großer Bedeutung, da ich am heutigen Tage meinen Antrag stellte.  Ich hatte meinen Antrag in zwei Teile  geteilt, den formellen Teil, bei dem ich mir sicher war, dass jeder mit diesem einverstanden ist und in den überaus wichtigen, den inhaltlichen Teil. Mit diesem Antrag wollte ich demonstrieren, dass jedes Mitglied sein Recht in Anspruch nehmen kann sowohl bei der Nationalversammlung zu tagen als auch bei einer Ständeversammlung in irgendeinem Teile Deutschlands als Abgeordneter  anwesend zu sein.  Doch dies ist problematisch wenn zwei Versammlungen zur gleichen Zeit stattfinden, da ein Abgeordneter beider Versammlungen nicht in der Lage ist sich aufzuteilen.

Nachdem ich meinen Antrag verlesen hatte, begann die Versammlung allerdings wieder vom Thema abzuschweifen. Zunächst begann Herr Hentges mit dem Einwand, dass jeder zukünftige Antrag nur zehn Minuten verlesen werden dürfte.

Weitaus wichtiger war da die Anmerkung des Herrn Heckschers , welcher zur Frage stellte, ob mein Antrag sofort verhandelt oder zunächst an eine Abteilung zur Prüfung und an eine Kommission zur Berichterstattung weitergeleitet werden sollte. Ich fand diese Idee jedoch für zwecklos, da ich bei diesem Antrag nach der Geschäftsordnung gehandelt hatte und die Entscheidung über eine solch wichtiges Thema nicht aufschieben wollte, sondern noch heute darüber diskutieren und schließlich abstimmen wollte.

Insgesamt muss ich hinzufügen, dass ich auch mit dem Ergebnis der heutigen Sitzung sehr unzufrieden bin, da mein Antrag nun doch vorerst an eine Kommission gewiesen wird und es heute leider noch nicht zu einer wirklichen Diskussion über mein eigentliches Anliegen kam und darüber hinaus auch zu keiner Abstimmung.

Vorberatende Versammlung

29. September 2009

Am heutigen Tage, dem 18. Mai 1848, wurde die Nationalversammlung feierlich von unserem Alterspräsidenten, Dr. Lang aus Werden, eröffnet. Desweiteren erklärte dieser die verfassungsgebende Nationalversammlung für konstituiert. Doch meiner Meinung nach, geriet schon von diesem Zeitpunkt an, das hauptsächliche Thema, in den Hintergrund: statt über eine mögliche Republik Deutschlands zu diskutieren, hielten wir uns an unwesentlichen Nebensächlichkeiten, wie der Beantwortung eines Bundestagsschreibens, auf. Darüber hinaus war ich enttäuscht über den weiteren Verlauf der Versammlung, da nach der Klärung des ersten Problems, über eine weitere, irrelevante Angelegenheit debattiert wurde. Nun befanden wir uns überflüssigerweise in einer Diskussion über die Geschäftsordnung. An dieser Stelle, war ich einerseits sehr beeindruckt über das Engagement des Abgeordneten Herrn Wesendonck, da dieser bereits viel Vorarbeit geleistet hat. Er entwickelte eine Geschäftsordnung, mit welcher diese Begebenheit schnell hätte abgeschlossen sein können. Andererseits bin ich der Auffassung, dass sich Herr Wesendonck mit dieser Handlung ein wenig unsympathisch gemacht hat, da er den anderen Abgeordneten die Entscheidung vorwegnahm. Insgesamt darf ich hinzufügen, dass der erste Eindruck der Paulskirche mich sehr beeindruckte, da diese so festlich geschmückt war. Dieser Eindruck  spiegelte sich in der Stimmung  leider nicht wieder, weil es von Beginn der Versammlung chaotisch und mit viel Lärm zuging.


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