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Rückblick

15. November 2009

Einer der Hauptgründe ,warum die Paulskirchenverfassung scheiterte, war sicher die Ablehnung der Kaiserkrone durch Wilhelm Friedrich. Dieser lehnte ab indem er sich auf das Gottesgnadentum berief. Dieser herbe Rückschlag führte zu einer Verfassungskampagne und Aufständen, die die Fürsten zwingen sollten die Verfassung doch noch anzunehmen, welche jedoch vom Militär niedergeschlagen wurden. Mit dieser Reaktion der Fürsten scheitert die Paulskirchenverfassung also endgültig.

Ich wurde am 19. Mai 1848 wurde ich zum Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung. Zudem wurde ich Präsident des Reichsminesteriums. Dieses Amt legte ich jedoch schon nach kurzer Zeit, am 10. Mai 1849 wieder ab, da meiner Meinung  die bessere Lösung, nämlich die kleindeutsche Erbkaiserverfassung, abgelehnt wurde und somit meine Auffassung nicht mehr mit der des Ministeriums übereinstimmte.
Zudem verließ ich die Nationalversammlung ganz, da die Beeinflussung der Linken zu extrem wurde.
Doch nach Auflösung de Nationalversammlung  engagierte ich mich im Gothaer Nachparlament und im Erfurter Unionsparlament, um die preußische Unionspolitik zu unterstützen.

Die zweite Debatte

28. Oktober 2009

Es ist unglaublich, dass eine Debatte über eine so simple Frage wie die, ob man Polen als eigenständige Republik anerkennen und unterstützen soll oder nicht, drei Tage dauern kann.
Dieses ständige hin und her über die genaue Formulierung des Abstimmungsthemas, soll man diesen und jenen Punkt zusammenlegen oder nicht? Die ständig neuen Anträge! All das zehrt meinen Nerven! Ich bin so glücklich, dass diese Debatte nun endlich vorbei ist. Sie ist so ausgegangen wie ich es mir gewünscht hatte. Die Vergangenheit zu beurteilen ist nicht Aufgabe einer verfassungsgebenden Nationalversammlung. Heute gehört Polen zu Deutschland und die dort lebenden Menschen können sich glücklich schätzen eine so gute Verfassung (denn das wird sie hoffentlich) zu bekommen. 331 Abgeordnete lehnten den Antrag ab! Ich gehörte dazu, wie auch meine Freunde aus der Casinofraktion. Aber ist es wirklich nötig, dass jeder einzelne der fast 500 Abgeordneten eine Begründung für seine Stimme abgibt? Ich finde nicht. Es kostet nur Zeit und die können wir sinnvoller für etwas anderes nutzen! Ich hoffe, dass wir uns bald mit wirklich wichtigen Themen auseinandersetzen, obwohl ich befürchte, dass bei der Mentalität der anderen Herrn Abgeordneten die wirklich wichtigen Fragen sehr viel länger zur Lösung brauchen werden.

22.05.1848

7. Oktober 2009

Heute, nachdem die dritte Debatte endlich ein Ende genommen hat, und ich mir die ganzen Ereignisse des ganzen Tages noch einmal durch den Kopf habe gehen lassen, wird mir klar, wie schwer es ist eine neue Verfassung aufzustellen und jeden Einzelnen miteinzubeziehen. Es scheint fast unmöglich, die Interessen jedes einzelnen zu erfüllen.

Die Abgeordneten erschienen mir heute eher wie kleine, pubertierende Kinder. Es war eine sehr unkonzentrierte Atmosphäre, bei der keiner wirklich auf den anderen einging.

Statt sich mit dem Problem der zwei Nationalversammlungen, die zur gleichen Zeit statfinden, zu befassen stritten sich die Abgeordneten um die Dauer ihrer Reden. Sollten die einzelnen Reden nun 10 Minuten oder doch eine halbe Stunde dauern?

Wenn es so weiter geht und die einzelnen Abgeordneten nichts an ihrer Einstellung ändern wird sich diese Nationalversammlung in die länge ziehen und vermutlich mit schlechten Ergebnissen  auseinandergehen.

Die erste Versammlung

30. September 2009

Es ist furchtbar, wie viel Zeit und Geduld man aufwenden muss, um über die ersten Schritte einer Nationalversammmlung hinauszukommen. Heute sind wir zu keinem Ergebnis gekommen. Zuerst muss eine Geschäftsordnung erstellt werden. Ist es legitim so abzustimmen, wie wir es gerne möchten? Sind unsere Beschlüsse legitim? Und ist die Geschäftsordnung legitim? Wie gerne würde ich endlich mit der Arbeit anfangen! Wir treten auf der Stelle. Wenn wir in diesem Tempo weiterarbeiten, wird die Verfassung in Jahren nicht feritg sein! Ständige Zwischenrufe! Man versteht den Alterspräsidenten kaum. Ich will etwas verändern! Ich will eine Verfassung, die eine deutsche Einheit fördert und die den “kleinen” Leuten mehr Macht gibt! Hoffentlich geht es bald richtig los!


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