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Rückblick Nationalversammlung

14. November 2009

Wenn ich nochmal an die Zeit der Nationalversammlung zurückdenke fallen mir positive, wie auch negative Aspekte ein. Ich sah es damals als große Chance, an dieser Versammlung teilzunehmen, die Bürger zu repräsentieren und über wichtige Themen zu diskutieren. Ich traf interessante Leute, die die selben Ansichten hatten wie ich. Allerdings war die Versammlung generell anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Es waren viele Leute, die alle etwas sagen wollten. So kam man eher selten zu Wort und das Ganze war schon etwas chaotisch. Die Versammlung hielt sich gerne mit kleinen, meiner Meinung nach unwichtigen Themen auf und diskutierten darüber Ewigkeiten, was meinem Tatendrang und dem Drang nach Gerichtigkeit nicht entsprach. Allerdings kann ich auch über Erfolge sprechen. Ich kann behaupten, dass ich doch relativ viel Einfluss auf die Nationalversammlung hatte und einige meiner Anträge als gut empfunden und somit angenommen wurden. Das erfüllte mich doch jedes Mal mit Stolz und Zuversicht.

Besonders spannend war meine Zeit als Leiter der demokratischen Delegation der Paulskirche. In diesem Posten wurde ich nach Wien geschickt um dort den Revolutionären der Wiener Oktoberrevolution die Nachricht zu überbringen, dass wir ihre Forderungen und Handlungen als gut empfinden. Ich hielt Reden vor Studenten und Ausschüssen. Allerdings hatten die Reden, die ich hielt nicht die Wirkung, die ich mir erhofft hatte. Die Wiener Bürger waren eher schockiert als angetan. Im November wurde ich schließlich wegen aufrührerischer Reden und Teilnahme an der Verteidigung Wiens festgenommen. Briefe und Bitten an Kollegen aus der Paulskirche halfen nicht mehr: 2 Tage später wurde ich nach einem Prozess aus eben diesen Gründen erschossen.

Wenn ich nun auf die Paulskirche als Ganzes zurückblicke, bin ich froh, dass ich daran teilhaben konnte. Dass ich sterben musste ist schade, aber ich bin für die Demokratie gestorben und hoffe, dass diese in der Zukunft ausgelebt wird.

Die Debatte bezüglich der Zukunft Polens

28. Oktober 2009

In der heutige Debatte wurde beschlossen, dass keine Teilung Polens erfolgt, das deutsche Volk jedoch helfen wird, ein selbstständiges Polen wieder aufzubauen. Bevor es zu diesem Beschluss kam, wurde allerdings noch darüber diskutiert,ob dieser Antrag überhaupt in zwei Sätzen verfasst werden dürfe, oder ob es nicht sinnvoller sei,diesen Antrag in zwei Teile aufzuteilen. Letzten Endes wurde der Antrag dann doch im Zusammenhang gestellt. Auffallend war allerdings,dass erst viele Abgeordnete abgestimmt haben,aber nach der Abstimmung ihre Meinung rechtfertigen wollten. Wenn immer jeder nach einer Abstimmung seine Meinung rechtfertigen würde, säßen wir in 10 Jahren noch an dieser Versammlung. Dauernd verzögern solche unnötigen Diskussionen die Versammlung. Alle Abgeordneten sollten sich mal zusammenreißen und sich zwischendurch mal daran erinnern worum es bei dieser Nationalversammlung überhaupt geht.

22. Mai 1848

7. Oktober 2009

Heute,22. Mai 1848, endete die dritte Debatte der Versammlung. Eigentlich sollte heute über einen wichtigen Antrag von Herrn Raveaux diskutiert werden,welcher sich damit befasste,dass es nur eine Nationalversammlung geben dürfe und nicht mehrere zur gleichen Zeit,da sich die Menschen,welche für beide Versammlungen als Abgeordnete gewählt werden,nicht teilen können. Raveaux bezog sich in diesem Antrag auf die Nationalversammlung in Preußen,welche im Moment zur gleichen Zeit wie unsere tagt.
Bevor es allerdings zu der Debatte über diesen Antrag kam,meinten einige der Abgeordneten,die Wichtigkeit der Geschäftsordnung zu betonen und stellten die Frage in den Raum,ob denn der Antrag auch nach den Regeln der Geschäftsordnung gestellt wurde. Während der Diskussion über die Weise,wie der Antrag gestellt wurde,haben wir viel zeit verloren und die Wichtigkeit des Antrags schien in Vergessenheit zu geraten.
Im laufe des Tages stellte ein Herrn Hentges einen völlig undurchdachten Antrag,welcher beinhaltete,dass jeder Abgeordnete nur 10 Minuten Zeit habe,seine Interessen zu vertreten. Gegen diesen Antrag musste ich mich allerdings sofort aussprechen,da jeder so viel Zeit beanspruchen sollte,wie er selbst für nötig hält,um seine Meinung ordentlich zu vertreten. Schließlich geht es um das deutsche Volk. Im Anschluss daran stellte ich noch einen Antrag,wo es darum ging,dass alle Anträge am Anfang der Sitzung vorgelesen werden,damit jeder Abgeordnete eine Vorstellung hat,worüber an diesem Tag diskutiert wird. Dieser Antrag wurde dann im laufe des Tages auch bewilligt.
Auf der einen Seite,war dieser Tag ein Erflog für mich,da mein Antrag ohne große Schwierigkeiten aufgenommen wurde. Auf der anderen Seite muss ich allerdings sagen,dass heute wieder sehr viel Zeit an unnötigen Dingen verloren wurde,wie zum Beispiel die Weise,wie ein Antrag gestellt wird. Das interessiert das deutsche Volk ziemlich wenig,viel wichtiger ist,dass unsere Nationalversammlung keine Unstimmigkeiten aufwirft und zum Ende hin genau die Interessen vom Volk vertreten werden.

Vorberatende Versammlung

27. September 2009

Heute, am 18. Mai 1848, wurde sich in der ersten vorberatenden Versammlung in der Paulskirche sehr lange an dem Thema aufgehalten, welche Geschäftsordnung verwendet werden soll und wie bestimmte Dinge abgestimmt werden sollten. Ich habe mich größten Teils aus den Diskussionen rausgehalten,anders wie zum Beispiel ein Herr Wesendonck aus Düsseldorf, der sich überall einmischen musste.Viel sympathischer war mir da Herr Hülsmann,welcher ganz klar auf den Punkt gebracht hat, dass es um die Freiheit und Einheit Deutschlands geht.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Kirche so festlich geschmückt sehr gut gefallen hat, die Atmosphäre hingegen gar nicht. Wie Herr Hülsmann gesagt hat, repräsentieren wir die Einheit Deutschlands und sollten uns daher nicht an solchen „Kleinigkeiten“ wie der Geschäftsordnung aufhalten sondern uns viel mehr um Deutschland und dessen Entwicklung kümmern.


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