Archive for September 2009

Die erste Versammlung

30. September 2009

Es ist furchtbar, wie viel Zeit und Geduld man aufwenden muss, um über die ersten Schritte einer Nationalversammmlung hinauszukommen. Heute sind wir zu keinem Ergebnis gekommen. Zuerst muss eine Geschäftsordnung erstellt werden. Ist es legitim so abzustimmen, wie wir es gerne möchten? Sind unsere Beschlüsse legitim? Und ist die Geschäftsordnung legitim? Wie gerne würde ich endlich mit der Arbeit anfangen! Wir treten auf der Stelle. Wenn wir in diesem Tempo weiterarbeiten, wird die Verfassung in Jahren nicht feritg sein! Ständige Zwischenrufe! Man versteht den Alterspräsidenten kaum. Ich will etwas verändern! Ich will eine Verfassung, die eine deutsche Einheit fördert und die den „kleinen“ Leuten mehr Macht gibt! Hoffentlich geht es bald richtig los!

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18. Mai 1848

30. September 2009

Heute, am 18. Mai 1848 fand endlich die Vorversammlung statt.
Gleich zu Anfang gab es schon ein chaotisches Durcheinander bei der Abstimmung, was ich überhaupt nicht verstehe. Wir haben uns doch versammelt um einige wichtige Dinge zu klären, doch irgendwie kam es erst gar nicht dazu.
Der Entwurf der Geschäftsordnung, der eigentlich als Basis für unsere Beratungen diente, war nicht vorzufinden, laut Wesendonck aus Düsseldorf des Druckers Schuld, obwohl dies doch gar nichts zum Thema tut. Zudem ist mir der Herr Wesendonck auch negativ aufgefallen. Er hat zwar die vorläufige Geschäftsordnung verlesen und einige mir wichtigen Dinge angesprochen, doch bin ich der Meinung, dass er nicht hätte sagen sollen, dass die Versammlung nicht konstituiert ist. Wir haben uns doch versammelt!
Insgesamt bin ich von dem heutigen Tage enttäuscht, denn im Großen und Ganzen haben wir also rein gar nichts erreicht. Weder für uns noch für das Volk. Daher wünsche ich mir, dass der nächste Tag erfolgreicher wird als heute und dass sich alle einig werden.

Vorberatende Versammlung

29. September 2009

Am heutigen Tage, dem 18. Mai 1848, wurde die Nationalversammlung feierlich von unserem Alterspräsidenten, Dr. Lang aus Werden, eröffnet. Desweiteren erklärte dieser die verfassungsgebende Nationalversammlung für konstituiert. Doch meiner Meinung nach, geriet schon von diesem Zeitpunkt an, das hauptsächliche Thema, in den Hintergrund: statt über eine mögliche Republik Deutschlands zu diskutieren, hielten wir uns an unwesentlichen Nebensächlichkeiten, wie der Beantwortung eines Bundestagsschreibens, auf. Darüber hinaus war ich enttäuscht über den weiteren Verlauf der Versammlung, da nach der Klärung des ersten Problems, über eine weitere, irrelevante Angelegenheit debattiert wurde. Nun befanden wir uns überflüssigerweise in einer Diskussion über die Geschäftsordnung. An dieser Stelle, war ich einerseits sehr beeindruckt über das Engagement des Abgeordneten Herrn Wesendonck, da dieser bereits viel Vorarbeit geleistet hat. Er entwickelte eine Geschäftsordnung, mit welcher diese Begebenheit schnell hätte abgeschlossen sein können. Andererseits bin ich der Auffassung, dass sich Herr Wesendonck mit dieser Handlung ein wenig unsympathisch gemacht hat, da er den anderen Abgeordneten die Entscheidung vorwegnahm. Insgesamt darf ich hinzufügen, dass der erste Eindruck der Paulskirche mich sehr beeindruckte, da diese so festlich geschmückt war. Dieser Eindruck  spiegelte sich in der Stimmung  leider nicht wieder, weil es von Beginn der Versammlung chaotisch und mit viel Lärm zuging.

Wir schrieben den 18. Mai 1848

27. September 2009

Der erste Tag in der Paulskirche. Alles scheint geordnet abzulaufen. Eine Einigung auf Regeln für das Zusammentreffen so vieler Menschen, halte ich für sinnvoll. Der Geschäftsordnung ist folge zu leisten. Die erste Debatte lautet: Soll abgestimmt werden oder nicht. Soll man abstimmen lassen ob abgestimmt werden soll?

Die Abgeordneten sind  sich nicht einig. Der Präsident will sprechen, doch Einige  grölen. Ruhe soll aufkommen. Meine Kollegen werden nicht leiser. Eine Forderung wird aufgestellt: Wenn der Präsident spricht ist Ruhe. Wieder Unruhen. Es wird stiller. Die Geschäftsordnung soll erweitert werden. Immer und immer wieder wird die Frage gestellt. Soll abgestimmt werden? Macht es doch einfach.

Endlich. Antrag nach etlichen Diskussionen angenommen.

Weiter im Text. Die Präsidentenwahl wird aufgeschoben, damit alle dabei sind. Gute Entscheidung. Aber wer soll sie leiten? Wieder eine Abstimmung. Der Herr aus Mannheim hat Recht: Soll jetzt schon gestritten werden? Der erste Tag ist somit reine Formsache, in dessen Verlauf darüber diskutiert wurde wie die Versammlung ablaufen soll. Auch sowas gehört dazu. Morgen beginnen wir mit den Wahlen. Es scheint als das diese Versammlung einen guten Verlauf nehmen wird. Die Zuschauer sind aktiv beteiligt, die Redner diskutieren ausgelassen. Auch ich werde mich bald einschalten.

Vorberatende Versammlung

27. September 2009

Heute, am 18. Mai 1848, wurde sich in der ersten vorberatenden Versammlung in der Paulskirche sehr lange an dem Thema aufgehalten, welche Geschäftsordnung verwendet werden soll und wie bestimmte Dinge abgestimmt werden sollten. Ich habe mich größten Teils aus den Diskussionen rausgehalten,anders wie zum Beispiel ein Herr Wesendonck aus Düsseldorf, der sich überall einmischen musste.Viel sympathischer war mir da Herr Hülsmann,welcher ganz klar auf den Punkt gebracht hat, dass es um die Freiheit und Einheit Deutschlands geht.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Kirche so festlich geschmückt sehr gut gefallen hat, die Atmosphäre hingegen gar nicht. Wie Herr Hülsmann gesagt hat, repräsentieren wir die Einheit Deutschlands und sollten uns daher nicht an solchen „Kleinigkeiten“ wie der Geschäftsordnung aufhalten sondern uns viel mehr um Deutschland und dessen Entwicklung kümmern.

Herzlich Willkommen!

15. September 2009