Archive for November 2009

… und zum Abschluss: Arnold Ruge

16. November 2009

Wir dürfen noch nicht aufgeben! Unsere Ziele waren  von Anfang an die Ausarbeitung einer Verfassung und die Einigung von Deutschland. Diese Verfassung hat uns allen sehr viel Schweiß und Mühen gekostet!  Tage lang haben wir Vorschläge gemacht, darüber diskutiert, gestritten und lange keine Lösung gefunden. Am Ende konnten wir uns endlich einig werden und haben eine Verfassung geschaffen, die den Vorstellungen des Parlamentes und somit des deutschen Volkes, entspricht! Wir waren unserem Ziel bereits sehr nahe!

Die Ablehnung der Krone von Friedrich Wilhelm IV darf uns jetzt, so kurz vorm Ziel, nicht das Genick brechen! Für diese Verfassung lohnt es sich zu kämpfen, auch mit Gewalt! Wichtig ist jetzt nur, dass wir als Parlament bestehen bleiben. Viele Gruppen haben bereits ihr Mandat niedergelegt und somit das Ziel hinter sich gelassen. Aber so schnell werden wir Demokraten nicht aufgeben. Und das solltet ihr auch nicht tun. Wir müssen versuchen, alle Bürger in Bewegung zu setzten, damit diese mit uns für ihre Verfassung kämpfen.

Ich sag nur so viel, dass die Revolution noch nicht zu Ende ist!

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Rückblick

15. November 2009

Einer der Hauptgründe ,warum die Paulskirchenverfassung scheiterte, war sicher die Ablehnung der Kaiserkrone durch Wilhelm Friedrich. Dieser lehnte ab indem er sich auf das Gottesgnadentum berief. Dieser herbe Rückschlag führte zu einer Verfassungskampagne und Aufständen, die die Fürsten zwingen sollten die Verfassung doch noch anzunehmen, welche jedoch vom Militär niedergeschlagen wurden. Mit dieser Reaktion der Fürsten scheitert die Paulskirchenverfassung also endgültig.

Ich wurde am 19. Mai 1848 wurde ich zum Präsidenten der Frankfurter Nationalversammlung. Zudem wurde ich Präsident des Reichsminesteriums. Dieses Amt legte ich jedoch schon nach kurzer Zeit, am 10. Mai 1849 wieder ab, da meiner Meinung  die bessere Lösung, nämlich die kleindeutsche Erbkaiserverfassung, abgelehnt wurde und somit meine Auffassung nicht mehr mit der des Ministeriums übereinstimmte.
Zudem verließ ich die Nationalversammlung ganz, da die Beeinflussung der Linken zu extrem wurde.
Doch nach Auflösung de Nationalversammlung  engagierte ich mich im Gothaer Nachparlament und im Erfurter Unionsparlament, um die preußische Unionspolitik zu unterstützen.

Rückblick auf die Paulskirchenversammlung

15. November 2009

Wenn ich auf die Nationalversammlung zurückblicke bin ich sehr stolz auf was wir geschafft haben. Sie bot für viele eine Platform zum diskutieren und Meinungen austauschen in gesitteter Manier. Es gab viele Leute die meine Ansichten teilten so zum Beispiel Heinrich von Gagern aber auch einige mit dene ich mir heftig Rededuelle lieferte zum Beispiel Carl Vogt.

Ich schloss mich erst der Casino Fraktion und später der Pariser Hof Fraktion an um mein Ziel einer ausgearbeiteten Verfassung mit Machtentteilung zu erreichen. Dies ist tatsächlich gelungen, aber die Verfassung und damit ein neu organisiertes Deutschland wurde durch einen Millitärputsch verhindert.

Dennoch sehe ich unsere Arbeit nicht als vergeudet sondern vielmehr als Grundstein für ein neues Deutschland mit mehr Freiheiten und Rechten für alle.

Rückblick auf die Nationalversammlung

15. November 2009

Wenn ich heute auf den Verlauf der Nationalversammlung zurückblicke, muss ich gestehen, dass ich mir vom gesamten Geschehen und der Umsetzung unserer Ziele, wesentlich mehr erhofft hätte. Trotz allem, bin ich überaus stolz,dass ich ein Teil dieses historischen Ereignisses war und dort meine Meinung vertreten konnte.

Vorallem die dritte Sitzung der Nationalversammlung war von großer Bedeutung, da ich in dieser, meinen Antrag verlas, der wie folgt lautet: Jedes Mitglied kann sein Recht in Anspruch nehmen sowohl bei der Nationalversammlung zu tagen als auch bei einer Ständeversammlung in irgendeinem Teile Deutschlands als Abgeordneter anwesend zu sein.

Da ich mich während der gesamten Zeit als Abgeordneter der Nationalversammlung für die Durchsetzung einer Verfassung einsetzte, bin ich äußerst enttäuscht darüber, dass diese letztendlich scheiterte. Das erste Problem unserer Verfassung bestand darin, dass diese eine Erbmonarchie vorsah und wir somit den preußischen  König, Friedrich Wilhelm IV. als Kaiser wählten, der unser Angebot allerdings ablehnte.

Doch letztenendes war unsere Verfassung zum Scheitern verurteilt, da sie nicht gegen die Macht der Fürsten durchgesetzt werden konnte. Trotzallem ließ ich mich nicht entmutigen und wurde Mitglied der provisorischen Reichsregentschaft, im sogenannten Rumpfparlament. Mit diesem, riefen wir zur Steuerverweigerung und militärischem Widerstand gegen die Staaten auf.

Letztlich wurde aber auch unser Rumpfparlament am 18. Juni 1849 vom württembergischen Militär aufgelöst. Aufgrund all dieser Ereignisse muss ich nun einräumen, dass meine Ziele, die ich durch die Nationalversammlung verwirklichen wollte, gescheitert sind.

Rückblick

14. November 2009

Im Rückblick auf die Nationalversammlung stelle ich fest, dass sie mir eine Möglichkeit bot meine politischen Angelegenheiten vorzubringen. Die Nationalversammlung diskutierte wichtige Themen, beispielsweise: Die Schleswig-Holstein Frage mit letztendlicher Zustimmung zum Frieden von Mälmo. In der Posen-Debatte sprach ich mich gegen die Wiederherstellung eines unabhängigen polnischen Nationalstaates und gegen die Unterstützung des polnischen Freiheitskampfes aus. Auch wurde über die kleindeutsche oder großdeutsche Lösung diskutiert. Das Ergebnis war die kleindeutsche Lösung, der ich nicht zustimmte. Deutschland hat ein Recht auf ein gesunder Nationalegoismus. Somit muss ich zugeben, dass die Nationalversammlung nicht vollkommen meinen Vorstellungen entsprach: Zu viel Zeit wurde mit Kleinigkeiten verbracht und diskutiert. Durch die große Anzahl an Abgeordneten, kam ich auch nur selten zum Wort. Da auch in Preußen eine „konstituierende Nationalversammlung“ tagte, stand die Frankfurter Nationalversammlung unter Druck. Jedoch muss ich sagen, dass ich in der Nationalversammlung wichtige Kontakte zu anderen Politikern knüpfen konnte.

Letztendlich kann ich positiv aber auch negativ von der Nationalversammlung sprechen. Schließlich scheiterte die Paulskirchenverfassung und somit löste sich die Nationalversammlung auf. Nun habe ich Zeit mich zurück zu ziehen und mich der Literatur zu witmen.

Rückblick Nationalversammlung

14. November 2009

Wenn ich nochmal an die Zeit der Nationalversammlung zurückdenke fallen mir positive, wie auch negative Aspekte ein. Ich sah es damals als große Chance, an dieser Versammlung teilzunehmen, die Bürger zu repräsentieren und über wichtige Themen zu diskutieren. Ich traf interessante Leute, die die selben Ansichten hatten wie ich. Allerdings war die Versammlung generell anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Es waren viele Leute, die alle etwas sagen wollten. So kam man eher selten zu Wort und das Ganze war schon etwas chaotisch. Die Versammlung hielt sich gerne mit kleinen, meiner Meinung nach unwichtigen Themen auf und diskutierten darüber Ewigkeiten, was meinem Tatendrang und dem Drang nach Gerichtigkeit nicht entsprach. Allerdings kann ich auch über Erfolge sprechen. Ich kann behaupten, dass ich doch relativ viel Einfluss auf die Nationalversammlung hatte und einige meiner Anträge als gut empfunden und somit angenommen wurden. Das erfüllte mich doch jedes Mal mit Stolz und Zuversicht.

Besonders spannend war meine Zeit als Leiter der demokratischen Delegation der Paulskirche. In diesem Posten wurde ich nach Wien geschickt um dort den Revolutionären der Wiener Oktoberrevolution die Nachricht zu überbringen, dass wir ihre Forderungen und Handlungen als gut empfinden. Ich hielt Reden vor Studenten und Ausschüssen. Allerdings hatten die Reden, die ich hielt nicht die Wirkung, die ich mir erhofft hatte. Die Wiener Bürger waren eher schockiert als angetan. Im November wurde ich schließlich wegen aufrührerischer Reden und Teilnahme an der Verteidigung Wiens festgenommen. Briefe und Bitten an Kollegen aus der Paulskirche halfen nicht mehr: 2 Tage später wurde ich nach einem Prozess aus eben diesen Gründen erschossen.

Wenn ich nun auf die Paulskirche als Ganzes zurückblicke, bin ich froh, dass ich daran teilhaben konnte. Dass ich sterben musste ist schade, aber ich bin für die Demokratie gestorben und hoffe, dass diese in der Zukunft ausgelebt wird.